PLANUNGSBÜRO HERMANN LEBER

(Auszug aus dem Schreiben der Fa. PLANUNGSBÜRO HERMANN LEBER vom 05.02.2002)
Umweltfreundlich wirtschaftlich heizen und kühlen mit Geothermie

Sehr geehrte Damen und Herrren

endlich können wir Ihnen mitteilen dass die alternative Klimatisierung unseres Büroumbaues mit Erdwärmespeicher über Sonden, Umwälz- und Wärmepumpe nun ein Jahr optimal erfolgt.

Wir haben es gewagt, entgegen der vorherschenden Meinung alterfahrener Heizungstechniker über ein spezielles Fußbodensystem, was auch wegen seiner geringen Höhe nachträglich in Altbauten eingesetzt werden kann, unsere Büroräume mit der Erdwärme zu heizen und zu kühlen, und das auf vorhandenem Estrich als auch auf Holzriemenböden.

Zum Erstaunen der Fachleute und wie von allen festgestellt, ist das Klima sehr behaglich; denn Wärme- und Kälteübertragung erfolgt mit einem speziellen Fußbodensystem offensichtlich ideal und wirtschaftlich. Wir haben keine partielle hohe Wärmestrahlung und keine Zugerscheinungen.

An heißen Sommertagen von über 31° C Außen erreichten wir problemlos 21° C innen trotz der zusätzlichen Wärmeenergie der EDV-Anlage, der Elektrogeräte und der menschlichen Hitze.

Der wesenliche Vorteil unserer Anlage ist jedoch die enorme Energieeinsparung, was der Umwelt und den Finanzen zu Gute kommt.

So wurde zum Beispiel für die 200 m² Bürofläche an heißen Tagen die Kühlung auf 21° C ein Energieaufwand von ca. 3kWh benötigt. An den kalten Tagen mit -20° C Außentemperatur benötigt die Heizung ca. 30 kWh.

Die Leistung wird mit einem Hoch- und Niedertarif als Sondertarif vergütet. Für die Installation der Heizung mit Wärmepumpe zahlt der Staat einen Zuschuss.

Von allen bisher untersuchten und berechneten Arten schneidet unser System am Besten ab, und das bei nicht gerade optimalem Umfeld.

So konnte der um ein Dachgeschoss erweiterte Umbau nicht durchgehend stark genug wärmegedämmt werden. Die Erdsonden mit einer Tiefe von 80 m stecken mehrheitlich im Nürnberger Burgsandstein - nicht gerade der beste Energieträger – Trotzdem erreichen wir mit unseren Werten beim Jahresverbrauch von ~ 4.500 kWh (entspricht 450l Öl) HT und NT eine sehr hohe Wirtschaftlichkeit vor allem auch durch die rationelle Installation der Anlage. Die Energieübertragung konnte allein auf die besonders gut zu regulierende PYD-Alu-Fußbodenheizung konzentriert werden (keine Trägheit).

Die Wärmepumpe von der Größe eines Kühlschrankes mit 3 kW Leistung ist zusammen mit dem Wassermodul, einem Wärmetauscher, einem Speicher und weiterem technischen Gerät in einem Kellerraum mit ca. 9 m² untergebracht. Die Elektroverteilung, die EDV- und Telefonzentrale, ein Lichtgenerator und die Zentraleinheit einer Staubsaugeranlage im gleichen Raum werden nicht beeinträchtigt. Die Erdsonden sind in einem nur 3 m breiten Vorgarten mit einem Spezialbohrsystem problemlos eingebracht.

Gesamtgesehen wurde mit einem möglichst geringen Installationsaufwand eine höchstmögliche umweltschonende Heizung und Kühlung der Büroräume erreicht. Die Jahresenergiekosten betragen 0,91 €/Tag-netto für 200 m² Bürofläche.

Wie wir jetzigen Berichten der Fachliteratur über Geothermie entnehmen, fühlen wir uns mit unserer Pionierleistung voll bestätigt.

Wir wollen nicht verschweigen, dass, wie bei jedem Pilotprojekt, der Teufel im Detail steckte. Und so mussten manche Fehler, die wir nicht zu vertreten hatten, beseitigt werden.

Nachdem die Anlage nun vollautomatisch und über ein Jahr läuft, können wir mit dem Ergebnis aufwarten und die Installation als ökologisch und ökonomisch zur Nachahmung empfehlen.
Zur Demonstration und für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

PLANUNGSBÜRO
HERMANN LEBER